Thypoch bringt mit dem Voyager 24-50mm f/2.8 sein erstes Autofokus-Zoom für Vollformatkameras auf den Markt. Spannend ist das vor allem für Sony-Fotografen, die ein kompaktes, lichtstarkes Standardzoom unterhalb der Sony-Preisklasse suchen.
Kompaktes Zoom mit festem f/2.8
Das neue Thypoch Voyager 24-50mm f/2.8 deckt bewusst keinen klassischen 24-70mm-Bereich ab, sondern konzentriert sich auf die Brennweiten, die viele von euch im Alltag tatsächlich häufig nutzen: 24 mm, 35 mm und 50 mm. Damit wirkt das Objektiv eher wie ein kleines Reportage-Set in einem Gehäuse als wie ein universelles Standardzoom.
Die Lichtstärke von f/2.8 bleibt über den gesamten Zoombereich konstant. Interessant ist außerdem der Innenzoom: Die Länge verändert sich beim Zoomen nicht. Das ist praktisch für Video, Gimbal-Arbeit und alle, die ein stabil ausbalanciertes Setup bevorzugen. Thypoch nennt ein Gewicht von rund 432 Gramm, eine Baulänge von 92,8 mm, ein 67-mm-Filtergewinde und eine Naheinstellgrenze von 30 cm.

Preislich deutlich unter Sony
Optisch setzt Thypoch auf 16 Elemente in 13 Gruppen, eine Blende mit 10 Lamellen und ein wettergeschütztes Gehäuse. Unterstützt werden elektronische Kommunikation, EXIF-Daten und Autofokus an Sony-E-Mount-Kameras. Laut Hersteller soll der AF leise und schnell arbeiten, inklusive Sony-typischer Funktionen wie Tracking und Augen-AF.


Beim Preis positioniert sich Thypoch klar aggressiver als Sony. Offiziell wir das Objektiv derzeit für 679 Euro ausgezeichnet. Der offizielle Thypoch-Store listet das Objektiv derzeit für 539 Euro, weist aber darauf hin, dass je nach Land noch Einfuhrabgaben anfallen können.
Erste Reviews: Vielversprechend, aber nicht perfekt
Bei Phillip Reeve fällt das Urteil differenziert aus: Bei 24 und 28 mm liefert das Voyager bereits offen eine starke Leistung, bei 35 mm und besonders bei 50 mm nimmt die Gleichmäßigkeit sichtbar ab. Vor allem am langen Ende profitiert das Objektiv vom Abblenden.
Dustin Abbott sieht das Thypoch vor allem als interessantes Reise- und Videozoom: kompakt, intern zoomend, preislich attraktiv und mit ordentlicher Bildqualität. Kritisch nennt er unter anderem gelegentlich inkonsistenten Autofokus bei schnellen Motiven, schwächere Ecken und kleinere Flare-Probleme.
Für viele Sony-Nutzer dürfte das Voyager 24-50mm f/2.8 trotzdem ein spannendes Objektiv sein: nicht als perfekter Sony-G-Ersatz, aber als leichter, vergleichsweise günstiger Alltagsbegleiter für Reportage, Reise, Street und Video.
Fotos: Thypoch





