Brightin Star bringt mit dem AF 12mm F2.8 Full Frame Ultra Wide Angle ein neues Vollformat-Objektiv mit Autofokus auf den Markt. Spannend ist vor allem die Kombination aus extrem weitem Bildwinkel, Autofokus und vergleichsweise kompaktem Gehäuse.
12mm Vollformat mit Autofokus
Das neue Brightin Star AF 12mm F2.8 richtet sich vor allem an Fotografen und Videografen, die Architektur, Innenräume, Landschaften, Astro-Motive oder dynamische Vlogs aufnehmen. Laut Hersteller bietet das Objektiv einen Bildwinkel von 122,5 Grad, eine Lichtstärke von F2.8 und einen STM-Autofokus, der leise und gleichmäßig arbeiten soll.
Ein offizieller Euro-Preis liegt aktuell noch nicht vor. Im offiziellen Brightin-Star-Shop wird das Objektiv derzeit für 609,99 US-Dollar gelistet, was umgerechnet rund 560 Euro entspricht. Je nach Versand, Steuern und EU-Vertrieb könnte der tatsächliche Preis hierzulande aber höher ausfallen. Vermutlich um die 650 bis 700 Euro.
Interessant ist, dass Brightin Star hier nicht einfach ein weiteres manuelles Ultraweitwinkel bringt. Die Marke war bisher vor allem für günstige manuelle Festbrennweiten bekannt. Mit dem 12mm F2.8 AF rückt Brightin Star stärker in Richtung moderner Systemkamera-Objektive, inklusive AF/MF-Schalter und USB-C-Anschluss für Updates.

Warum das Objektiv praktisch sein könnte
Gerade bei 12mm ist Verzeichnung ein wichtiges Thema. Digital Camera World weist darauf hin, dass Brightin Star auf ein rektilineares Design statt auf eine Fisheye-Optik setzt. Das ist besonders für Architektur, Immobilien, Innenräume und Video relevant, weil gerade Linien möglichst gerade bleiben sollen.
Optisch setzt das Objektiv auf 15 Elemente in 11 Gruppen, darunter Spezialgläser zur Korrektur von Abbildungsfehlern. Dazu kommen eine Naheinstellgrenze von 0,3 Metern, eine integrierte Gegenlichtblende und ein Gewicht von rund 499 Gramm. Imaging Resource nennt außerdem eine Länge von etwa 97 Millimeter und erwähnt eine Dichtung am Bajonett als zusätzlichen Schutz bei Außeneinsätzen.
In der Praxis dürfte das Objektiv vor allem für Sony-E-Nutzer interessant sein, die ein sehr weites Vollformat-Objektiv mit Autofokus suchen, aber nicht direkt in die deutlich teureren Profi-Optionen einsteigen wollen. Einschränkend bleibt: Bei extremen 12mm entscheidet am Ende stark, wie gut Verzeichnung, Randauflösung und Gegenlichtverhalten wirklich kontrolliert werden.
Ausführliche unabhängige Tests sind aktuell noch rar. Die bisher verfügbaren Beiträge ordnen das Objektiv vor allem anhand der technischen Daten und ersten Herstellerinformationen ein, echte Praxiserfahrungen mit RAW-Beispielen und AF-Tests stehen noch aus. Für Käufer heißt das: interessant beobachten, aber vor dem Kauf besser erste Reviews abwarten.
Das Brightin Star AF 12mm F2.8 passt in einen größeren Trend: Immer mehr spannende Objektive kommen derzeit von chinesischen Herstellern, oft mit ungewöhnlichen Brennweiten, fairen Preisen oder schnellen Produktzyklen. Warum Marken wie Viltrox, TTArtisan, 7Artisans, Laowa und Brightin Star gerade so sichtbar werden, haben wir hier genauer eingeordnet: Warum kommen derzeit so viele Objektive aus China?
via thephoblographer




