Capture One passt seine Preise erneut an. Laut offizieller FAQ steigen die Kosten für Capture One Pro, All in One und Studio um 6 Prozent – sowohl bei monatlichen und jährlichen Abos als auch bei unbefristeten Lizenzen. Die neuen Preise gelten für Verlängerungen ab dem 6. Juli 2026.
Was sich für bestehende Nutzer ändert
Für bestehende Abonnenten wird der neue Preis nicht sofort fällig, sondern erst mit der nächsten Verlängerung ab dem 6. Juli. Wer ein Monatsabo nutzt, soll laut Capture One sieben und drei Tage vor der Verlängerung per E-Mail informiert werden. Bei Jahresabos sind Hinweise 30, sieben und drei Tage vor dem nächsten Abrechnungsdatum vorgesehen.
Interessant ist vor allem die Übergangsregel: Wer vor dem 2. Juni 2026 von einem Monatsabo auf ein Jahresabo wechselt, kann sich den aktuellen Jahrespreis noch für ein weiteres Jahr sichern. Das gilt laut Capture One für alle monatlichen Abonnenten. Auch Käufer einer neuen Perpetual License sind betroffen. Wer ab dem 2. Juni 2026 eine neue unbefristete Lizenz kauft, zahlt bereits den angepassten Preis. Bestehende Lizenzinhaber sollen weiterhin Upgrade-Preise über ihr Konto sehen.
Einordnung für Fotografen
Capture One begründet die Erhöhung mit gestiegenen Kosten und weiteren Investitionen in Plattform und Support. Für viele Nutzer dürfte der absolute Aufpreis überschaubar bleiben, dennoch verstärkt sich der Eindruck, dass professionelle RAW-Software zunehmend zur laufenden Kostenfrage wird. Schon 2025 gab es eine Preiserhöhung um 6 Prozent für ausgewählte Produkte. Die erneute Anpassung dürfte deshalb bei manchen Nutzern empfindlicher ankommen als die reine Zahl zunächst vermuten lässt.
Für Studio-, Tethering- und Modefotografen bleibt Capture One wegen Farbverarbeitung, Sessions und kabelgebundenem Shooting weiterhin ein starkes Werkzeug. Wer Capture One aber vor allem als klassischen RAW-Konverter nutzt, sollte die neuen Preise mit Alternativen wie Lightroom, DxO PhotoLab oder ON1 vergleichen.
Auch bei anderer Kreativsoftware werden Kostenmodelle und laufende Gebühren zunehmend wichtiger. Adobe zeigt in Photoshop inzwischen vor der KI-Generierung an, wie viele Credits eine Aktion verbraucht. Warum das für Fotografen und Bildbearbeiter relevant ist, lest ihr in unserem Artikel zu den KI-Credit-Kosten in Photoshop.
Quelle: CaptureOne (FAQ)




